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"Sonderlösungen" sind nicht mehr zeitgemäß

AbI-Projekt erstellt Leitfaden, um barrierefreie Arbeitsplätze zu fördern

Menschen mit Behinderung können nur dann ihren Beruf ohne Kompromisse ausüben, wenn ihr Arbeitsplatz an die besonderen Anforderungen ihrer körperlichen Einschränkung angepasst ist. „Individuelle Sonderlösungen, wie sie in Betrieben üblicherweise noch getroffen werden, sind viel zu teuer und im Zeitalter des universal Designs einfach nicht zeitgemäß“, sagt Professor Christian Bühler, Leiter des AbI-Projekts.

Wer Menschen mit Behinderung nachhaltig am Arbeitsleben teilhaben lassen möchte, müsse das Umfeld so gestalten, dass sich alle Mitarbeiter – ob mit oder ohne Behinderung – problemlos zurechtfinden könnten. „Viele Arbeitgeber übersehen, dass körperliche Einschränkungen jeden jederzeit treffen können. Auch wenn sie vielleicht wegen eines gebrochenen Arms nur vorübergehend sind“, so Bühler.

Betriebe können eine Integrationsvereinbarung abschließen, in der sie explizit die barrierefreie Informationstechnik am Arbeitsplatz festlegen (Paragraf 83 im Sozialgesetzbuch, Neuntes Buch, SGB IX). Bisher machen davon aber nur wenige Arbeitgeber Gebrauch. Damit sich das ändert, hat das AbI-Projekt einen Leitfaden erstellt, in dem die Vorteile einer Integrationsvereinbarung mit dem Schwerpunkt auf barrierefreie Informationstechnik aufgezeigt werden. Anhand einer Mustervereinbarung wird anschaulich, wie eine solche Vereinbarung konkret aussehen kann und wie sie sich umsetzen lässt.

„Bislang gibt es noch keine Integrationsvereinbarungen, in der die barrierefreie Gestaltung von Informations- und Kommunikationstechnik berücksichtigt werden. Dabei können von einer einheitlichen Regelung alle Seiten profitieren – sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Es wird höchste Eisenbahn, dass sich die Wirtschaft den Anforderungen des universellen Designs stellt“, fordert Bühler.